Dieses Video zeigt, wieso Radfahren in den Niederlanden so viel mehr Spaß macht

Radweg in den Niederlanden, nahe Groningen.Radweg in den Niederlanden, nahe Groningen.

Wer mit seinem Rad einmal deutsches Staatsgebiet verlassen hat und über die Grenze in die Niederlande gefahren ist, der merkt sofort den himmelweiten Unterschied. Während die Radverkehrsinfrastruktur hier vor Ort meist ein Ärgernis darstellt, werden im Nachbarland selbst die kühnsten Visionen erfüllt. Dieses Video zeigt, warum es in den Niederladen so viel Spaß macht, mit dem Fahrrad zu fahren.

Doch wo liegen die Unterschiede? Was können sich die deutschen Kommunen abgucken?

Kaum Ampeln: Signalanlagen sind für Radfahrer meist ein absolutes Ärgernis, denn sie kosten unnötig Energie. Jedes Mal neu anzufahren, raubt unglaublich viel Kraft. Viel sinnvoller ist es daher, wenn ich als Radfahrer in gleichmäßiger Geschwindigkeit vorwärts komme.

In den Niederlanden gibt es kaum Ampeln für Fahrradfahrer und wenn nur dort, wo sie wirklich nötig sind. Der Rest ist klug über Schilder geregelt. Außerdem wird an vielen Kreuzungen die Wartezeit für Radfahrer effizient verkürzt, indem Zweiradfahrer bei Grün selbst diagonal kreuzen dürfen. Die Autofahrer haben allesamt zeitgleich eine rote Ampel.

Breite Radwege und guter Untergrund: Nichts ist nerviger als der schmale Radweg, der bereits mit unzähligen Schlaglöchern übersät ist. In Deutschland nicht unbedingt eine Seltenheit, sieht man so etwas nur einige Kilometer weiter in den Niederlanden fast gar nicht. Dort wird der Radfahrer über gut gepflegte, asphaltierte und vor allem breite Radwege geführt, auf denen  auch mal nebeneinander gefahren werden kann.

Klare Wegeführung: Wenn der bekannte dänische Stadtdesigner Mikael Colville-Andersen in Deutschland ist, dann sagt er häufig: „Radfahren in den deutschen Städten ist wie ein Videospiel“. Man müsse unterschiedlich schwere Level bewältigen. Für Neuankömmlinge oder Touristen in den Metropolen sei das nicht gerade einfach.

In den Niederlanden ist die Wegeführung für den Radfahrer dagegen klar und logisch. Wo es weitergeht, sieht man leicht an der rotmarkierten Fahrbahn.

Keine Konflikte: Die niederländischen Radwege sind nicht nur breit, sie sind auch von der Auto-Fahrbahn und den Fußgängerwegen meist durch eine einfache Erhebungen abgetrennt. Autos, Fußgänger und Radwegen kommen sich deshalb nicht in die Quere.

Direkte Wege: Menschen fahren Fahrrad, wenn es schnell und einfach geht. Genau das klappt in den Niederlanden. Radfahrer und Fußgänger sind auf dem direkten Weg unterwegs, während der Autoverkehr Umwege machen muss. So kommt man schnell an das Ziel und die Attraktivität des Radverkehrs steigt.

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