Die das Rundum-Grün alle Probleme lösen würde

Grüne Ampel (via wikimedia commons)Grüne Ampel (via wikimedia commons)

Kreuzungen sind für Radfahrer und Fußgänger die Unfallschwerpunkte Nummer Eins. Meist werden sie von rechtsabbiegenden Lastwagen oder Autos übersehen und landen dann entweder auf der Windschutzscheibe oder werden im schlimmsten Fall vom Lkw zerquetscht – und das obwohl sie bei Grün über die Ampel gefahren sind.

Bislang hat die deutsche Politik nicht reagiert. Es wird zwar an elektronischen Warnsystemen für Lkws geforscht, doch bis die Technologie Marktreife erlangt, werden wahrscheinlich noch einige tausend Radfahrer an ampelgeleiteten Kreuzungen verunglücken. „Zu teuer“ ist meist das Argument gegen eine schnelle Lösung. Doch es gibt eine ganz einfache.

In einigen Teil der Niederlande wie etwa in Groningen ist sie bereits Gang und Gebe die „Rundum-Ampel“.  Einmal Grün dürfen die Radfahrer kreuz und quer über die Kreuzung fahren, während die Signalanlage für den gesamten motorisierten Verkehr „Rot“ zeigt.

Dieses Video verdeutlicht wie die „Rundum-Grün“-Ampel funktioniert

Auch die deutsche Straßenverkehrordnung lässt entsprechende Regelungen zu. So gibt es in Offenburg an einigen Kreuzungen das „Rundum-Grün“ für Fußgänger und Radfahrer. Parteiübergreifend stoß diese Idee auf Zuspruch. Im Kölner Stadtteil Nippes hat eine ähnliche Lösung nur für Fußgänger. Radfahrer bleiben dabei außen vor. Derzeit prüft das Belgische Institut für Verkehrssicherheit ein solches Modell für ihr Land.

Der großte Vorteil dieser Verkehrsplanung dürfte schnell deutlich werden. Denn wenn die Ampel für den motorisierten Verkehr komplett Rot zeigt, sind die gefährlichen und oft auch tödliche Abbiegeunfälle auszuschließen. Zu diesem Ergebnis kamen auch die Unfallforscher der Versicherer, die das „Rundum-Grün“ an unfallträchtigen Kreuzugungen empfehlen.

Die Regelung ist aber auch gleichbedeutend mit längeren Wartezeiten für alle Verkehrsteilnehmer. Dennoch sollte eine solche Ampelschaltung die Akzeptanz des „Rotlichts“ bei Radfahrern erhöhen, denn sie könnten dann in einem Rutsch die Kreuzung diagonal überqueren und müssten nicht zwei- bis dreimal warten.

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